Sonnentau als Heilpflanze

Das alte Rezept

Bereits im 12. Jahrhundert wurden die Kräuter von Matthaeus Platearius, einem italienischen Arzt aus der Schule von Salerno, unter dem Namen herba sole als Heilkraut gegen Reizhusten beschrieben. Des weiteren wurde Sonnentau zur Herzstärkung und als Aphrodisiakum, aber auch zur Behandlung von Sonnenbrand und gegen Sommersprossen verwendet.

Der zaubergläubige Jäger verspricht sich vom Sonnentau einen sicheren Schuss, wenn er das Kraut mit sich führt. Der Tau wurde auch in Amulette eingearbeitet und sollte vor Zauberei und Wahn schützen.

Die Inhaltsstoffe des Sonnentaukrauts

Im Sonnentau sind verschiedene medizinisch wirksame Inhaltsstoffe enthalten, nämlich Naphthochinonderivate (7-Methyljuglon,Plumbagin, Droseron, Ramentaceon) und Flavonglykoside (Quercetin, Myricetin, Kampferöl).

Die vielfältige Heilwirkung

Das Sonnentaukraut hat aufgrund der 1,4-Naphthochinonderivate ausgeprägte bronchiolytische, antibiotische und antiphlogische Eigenschaften. Plumbagin wirkt bereits in niedriger Konzentration antibiotisch und in hoher Konzentration zytotoxisch. Für die antitussive (hustenhemmend), sekretolytische und spasmolytische, daneben auch antibakterielle Wirkungen sowie entzündungshemmende Effekte, werden im Wesentlichen die Naphthochinone, z.T. auch die Flavonoide verantwortlich gemacht; es wirkt auch auf periphere Gefäße krampflösend.

Die Anwendungsgebiete von Sonnentau

Der Einsatz erfolgt am häufigsten bei Krampf- und Reizhusten. In der Volksheilkunde wird die Droge darüber hinaus äußerlich zur Entfernung von Warzen, Hühneraugen und Sommersprossen eingesetzt. Auch über die interne Applikation bei Krämpfen, Leberleiden und Arteriosklerose sowie über die Verwendung als Aphrodisiakum wird berichtet.

Als Drosera-Tinktur soll sie aufgrund ihres Enzymgehaltes als Verdauungsmittel und bei Völlegefühl wirken. Bei Bronchitis und Keuchhusten als Extraktum Droserae fluidum verwendet.

Anwendung als Volksmedizin

In der Volksmedizin wird der Sonnentau innerlich als Spasmolytikum, Diuretikum und Aphrodisiakum für Haustiere („Bullenkraut“), sowie gegen Leberleiden und Arteriosklerose verwendet.

Gefördert durch:

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